Erfahrungsbericht Teil 1: Motorola Milestone

Alex 8. April 2010 0

Das Motorola Milestone. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei tatsächlich um einen kleinen “Stein”. Doch, inwiefern dieser eigentlich einem kleinen Goldbarren gleicht, erfahrt ihr in meinem Erfahrungsbericht.

Zugegeben, eigentlich bin (bzw. war) ich doch recht, um eine Freundin zu zitieren, “vernarrt” in mein (ehemaliges) iPhone. Ich dachte mir, das iPhone ist DAS Handy aller Handys – qualitativ kann doch kein anderes Handy (Smartphone) ernsthaft an das Schmuckstück von Apple herankommen. Doch seit wenigen Tagen weiß ich aus nun eigener Erfahrung: Falsch gedacht.

Durch mein nicht mehr vorhandenes iPhone habe ich nun anderen Mobiltelefonen/Smartphones und Technologien die Chance gegeben, mir zu zeigen, was sie können. Und die Chance wurde wirklich genutzt und war im Endeffekt schon fast notwendig, um vom iPhone-Tunnelblick weg zu kommen, hin zu ebenfalls qualitativ hochwertigen Produkten der Mitbewerber! In diesem Artikel möchte ich euch näher an diese Gedanken führen und gleichzeitig zeigen, was das Motorola Milestone – gegenüber dem iPhone – zu bieten hat. Oh, und ganz nebenbei bemerkt, vorbeugend für alle Zweifler und Munkler, ich werde von keinem der hier genannten Hersteller für meine Aussagen bezahlt. Es ist ein Erfahrungsartikel für die Interessierten, die Community, für alle Fans, für alle Liebhaber. Und wer absolut detailreiche technische Spezifikationen sucht, findet über Google sicher mehrere Listen. Hier geht es nicht hauptsächlich um Zahlen und Werte auf Papier (denn Papier ist ja bekanntlich geduldig), sondern um möglichst authentische Erfahrungswerte.

Es fiel mir zu Beginn tatsächlich nicht leicht vom iPhone loszukommen. Meiner Meinung nach besitzt das iPhone ein Design bzw. eine entsprechende Haptik (Haptik = wie fühlt sich etwas an, wie liegt etwas in der Hand), die von noch keinem anderen Mobiltelefon erreicht wurde – trotz abgerundeten Ecken und glattem Plastik. Es schien wie für die Hand “gemacht”. Doch, bereits als ich das Motorola Milestone aus der Verpackung nahm, um die SIM-Karte und den Akku einzusetzen, spürte ich sofort, wie angenehm dieses Handy in der Hand liegt. Gut, ich hatte natürlich bereits vorher im Einzelhandel das Gerät hin und her geschmeichelt, aber diese absolut nervigen und immer unbedacht platzierten Alarm-Aufkleber-Dinger machen jedes vernünftiges “Ertasten” so gut wie unmöglich.

Das Milestone gleicht, im Gegensatz zum abgerundeten iPhone, einer kleinen Tafel Schokolade. Es wiegt etwa 165 Gramm, ist eckig (mit minimalen Abrundungen) und nach unten hin – zum Mikrofon – abgestuft. Außerdem ist die (Alu-)Rückseite leicht gummiert, was der Griffigkeit natürlich nur positiv zuträgt. Wie bereits erwähnt, der Akku des Milestones lässt sich absolut simpel (und jederzeit) austauschen. Die, sehr robuste, Akkuklappe kurz beiseite geschoben und schon offenbart sich der Akku (bis zu 320 Std. Standby und bis zu 5 Stunden intensive Dauernutzung) inkl. microSD- und SIM-Karten-Slot. Motorola liefert dem Nutzer gleich eine 8 GB microSDHC Speicherkarte mit (bis 32 GB sind möglich!) – wirklich praktisch. Interner Speicher sind übrigens 300 MB.

Wo wir nun schon bei der Rückseite sind, es mag vielleicht nicht gleich zu Beginn auffallen, aber für den edlen Touch sorgt auf der Rückseite eine Art gold-bronze farbige “Lochblende” unter der sich die bzw. der Lautsprecher befindet. Nicht zu vergessen, das Guckloch der 5-Megapixel Autofokus (!) Kamera mit Zweifach-LED-Blitz (Foto: bis 2592 × 1936 Pixel – Video: bis 720 x 480 Pixel) und das Motorola Logo, welches “pianolack-ähnlich” auf der Rückseite vor sich her funkelt.
Schauen wir uns das Handy nun weiter von allen Ecken und Kanten an. Angenommen man hält es simpel wie ein normales Handy.

An der oberen Kante befinden sich zwei Elemente, der Power- bzw. Standby-Button und die Headset-/Kopfhörer-Buchse (3,5 mm Klinkenstecker). Der Knopf sitzt fest an seiner gedachten Position, wackelt nicht und reagiert zuverlässig bei jeder Betätigung. In die 3,5 mm Klinkenbuchse passt (natürlich) das mitgelieferte Headset von Motorola und sonst jeder nur erdenkliche Kopfhörer mit 3,5 mm Klinkenstecker – egal ob Ohrstöpsel oder Bügelkopfhörer.

Die rechte Kante verfügt über eine straffe Wippe, zum Einstellen der Lautstärke bei Gesprächen oder der Lautstärke von abgespielten Medien (unterstützt MP3, M4A, WAV, WMA, OGG, MIDI, 3GP, H.263, MPEG-4, auch OMA DRM 1.0), und einem ebenfalls gold-bronze farbigen Knopf, gekennzeichnet mit einem Kamerasymbol,  für die Kamerafunktionen (Foto/Video – Foto: bis 2592 × 1936 Pixel – Video: bis 720 x 480 Pixel) im – vorzugsweise – Quermodus.

Die linke Kante besteht ausschließlich aus einem Micro-USB-Anschluss mit einer kleinen, im ausgeschalteten Zustand, unsichtbaren LED – entsprechendes Micro-USB auf USB Kabel ist natürlich mitgeliefert. Über diesen Anschluss findet der Datenaustausch und der Ladevorgang statt.

Last but not least die Unterkante: Vier (hintergrundbeleuchtete) berührungsempfindliche Touch-Bereiche. Von Links nach Rechts: Zurück, Optionsmenü (je nach Anwendung unterschiedlich), Home, Schnellsuche.

Von Ecken und Kanten nun zum eigentlichen Gesicht des Handys: Die Vorderseite. Sie besteht aus edlem Pianolack-Kunststoff und mehreren Elementen und “Zonen”. Fangen wir oben an. Gut sichtbar ist der Schlitz des qualitativ wirklichen guten Ohrhörers (Teil 2 des Erfahrungsberichts erzählt über die verschiedenen Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung der Sprachqualität über “CrystalTalk”). Direkt darunter der Motorola Schriftzug. Rechts daneben befinden sich in einem mikroskopisch kleinen Löchlein der Sensor für die automatische Helligkeitsjustierung bzw. Abschaltautomatik für das Display während eines Telefonates, damit man nicht mit dem Ohr ungewollt irgendwelchen Blödsinn drückt und/oder tippt und eine Benachrichtigungs-LED, die dezent grün bzw. rot blinkt, sobald das Handy dem Nutzer etwas berichten bzw. Aufmerksamkeit möchte, wie z.B. neue E-Mails, neue SMS, leerer Akku usw. Praktisch! Sonst schaltet man ständig unnötig das Display ein, um zu sehen, ob es Neuigkeiten gibt. So spart man Strom und muss nur dann das Display aktivieren, wenn es auch nötig bzw. sinnvoll ist. In der Mitte, nunja, wie soll es auch anders sein, das 3,7 Zoll bzw. etwa 9,5 cm große Display mit einer Auflösung von 480 × 854 Pixel bei 24 Bit (16777216 Farben).

Wie ihr sicherlich bereits auf den Fotos erkannt habt, verfügt das Milestone über eine vollwertige QWERTZ-Tastatur (inkl. Navigationskreuz rechts). Schiebt man das Display anhand des sehr kräftigen und wackelfreien Slide-Mechanismus beiseite, blickt man auf deutlich erkennbare Ziffern und Buchstaben: Die Tastatur. Je nach Umgebungslicht aktiviert sich die Hintergrundbeleuchtung.

Viele streiten sich über den Druckpunkt der Tasten, einigen sei er zu “schwammig”. Ich weiß nicht, wie unfassbar hart bei diesen Menschen der Druckpunkt einer Tastatur sein muss, jedoch kann ich zum Milestone nur sagen, dass sie ein absolut robustes und keineswegs schwammiges Feedback liefert. Auch für große Hammerfinger, wie meine es sind, funktioniert das Tippen von Texten einwandfrei.

Soviel zur äußeren Erscheinung. Bei weiteren Fragen, zögert nicht eure Kommentare zu hinterlassen!

Morgen gehen wir dann einen Schritt weiter: Wir schauen uns das Zubehör genauer an und schreiten in das Herz und in das Gehirn des Handys: Android (und schauen uns im Zusammenhang das Zusammenspiel der Software mit der Hardware des Milestones an). Es gibt Stimmen, die meinen, man könne Android 1 zu 1 mit dem iPhone OS vergleichen und andere behaupten wiederum fest, dass der Vergleich beider Betriebssysteme genau so ein Humbug wäre, wie der Vergleich von Äpfeln und Birnen. Doch, wer hat nun Recht? Oder hat vielleicht niemand recht? Mehr dazu, morgen (09.04.2010)!

Hier geht es zum zweiten Teil: Motorola Milestone Erfahrungsbericht Teil 2


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  1. Gerryheld 9. April 2010 um 10:44 - Reply

    Schön dass du auf Android umsteigst :) ! Ich warte auf das HTC Desire mit dem 1 GHz Prozessor, HTC Sense und ohne Tastatur. Wird auch ein super Gerät!

  2. rasor89 9. April 2010 um 16:48 - Reply

    absolut top Bericht, du sprichst mir aus dem Herzen. Bin auch total
    zufrieden und begeistert vom Milestone!

  3. Alex 9. April 2010 um 17:39 - Reply

    @gerryheld: stell dir vor, ich war auch am überlegen, ob ich nicht vielleicht doch das HTC HD2 oder das Desire mitnehmen. aber letztendlich ist die entscheideung dann doch auf das motorola gefallen. ;) — @rasor89: danke, ist ja auch ein feines teil! dann freu dich schon mal auf den zweiten teil des berichtes heute!

  4. knirps 9. Juni 2010 um 00:26 - Reply

    ew, da fehlen ja die Umlaut-keys =S

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