Teil 1: Alex auf der Cebit 2010 – Ein Bericht
6. März 2010 – 18:13 | Comments

–> Gleich vorweg: Das entsprechende Video zur Cebit wird so schnell wie möglich nachgeliefert! Mit allen Interviews und Specials!

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iPad? Wie bitte?

Submitted by Alex on 29. Januar 2010 – 11:11Comments
iPad? Wie bitte?

Prolog

Ich habe es doch tatsächlich gestern, am 27.01.2009, live miterleben können, die berühmt (berüchtigte) Apple Keynote mit dem guten (alten) Steve Jobs – nagut fast live. Ich hab mich, wie wahrscheinlich viele andere Internetuser, Applefans oder Lifestyle-Trendsetter, an alle nur erdenklichen Live-Streams geklemmt und gehofft, dass nicht schon wieder ein Stream den Geist aufgibt. Egal ob Foto-, Video- oder Audio-Stream. Keine leichte Aufgabe.

Unfreiwillig komisch dabei war: Selbst das WLAN innerhalb des Saals, in dem die Keynote präsentiert wurde, verabschiedete sich direkt zu Beginn der Vorstellung. Wie gut, dass es inzwischen UMTS, 3G, HSDPA und Konsorten gibt. Genau aus diesem Grunde war es möglich, die Keynote praktisch “von Zuhause aus” mitzuverfolgen. Es wurden Handystreams geschaltet – Audio bzw. Video. Wirklich erstaunlich.

Nervöses hin und her rutschen

Wie bei jeder Keynote ist natürlich jeder “Apple-Fan”, trotz all den Gerüchten im Vorwege, immer wieder unruhig und neugierig, was es wohl wieder feines von dem guten Steve Jobs zu sehen geben wird. So war es natürlich auch dieses Mal, vielleicht sogar etwas “schlimmer”, denn die Erwartungen waren, nach eigenen Recherchen, ziemlich hoch. Es wurde eine “neue Kreation”, eine “Innovation” angekündigt. Eine Innovation, die unser Denken und Handeln mit “alltäglichen Dingen” im “alltäglichen Leben grundlegend verändern” wird. Wenn man mehrmals darüber nachdenkt, dann kann es passieren, dass bei einigen das Blut in den Adern gefriert, wie bei mir. Aber dies ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Der Inhalt der Keynote war soweit eigentlich klar – fast klar. Man wusste, dass es sich um einen flachen, tragbaren Rechner handeln wird. Um eine Art Tablet Computer: iSlate? Es gab jedoch kein einizges (klares) Wort über Design und Technik. Es kursierten tonnenweise Bilder im Internet umher, die immer wieder aufs Neue beweisen wollten: “DAS HIER IST DAS NEUE DING VON APPLE!” – und dabei war ein Fake schlechter als der andere (meiner Meinung nach). Und, ganz am Rande bemerkt, es wusste niemand im Vorwege, ob es eventuell noch neue Informationen über OSX oder das iPhone geben wird (wie Software-Updates etc.).

Die Enthüllung

Aus der Sicht von Apple muss es auf dem Markt der mobilen Geräte unbedingt ein Produkt geben, dass zwischen iPhone und den MacBooks steht. – Warum? Später!
Ich will nicht die ganze Keynote hier erneut aufrollen, sondern nur die wichtigsten Gedanken darüber loswerden:

Als Steve Jobs den Namen “iPad” in die Tabelle zwischen iPhone und MacBook virtuell in seine Präsentation krachen lies, war der “Rumms” und der Rauch beeindruckender als der (eigentlich) dazugehörende Applaus bzw. als der Name selbst. iPad? Nagut. Ohne das Thema (vorerst) weiter aufzublasen, hob Steve das iPad in die Lüfte und Grinste dabei wie ein kleines Baby – das ist sein neues Baby!

Steve begann das iPad näher im Detail vorzustellen, musste sich dazu aber immer wieder auf eine vorher bereitgestellte Sitzgarnitur (Sessel und Beistelltisch) zurückziehen, wie später seine Kollegen, um vernünftig mit dem dünnen, unförmigen und leichten Stück Glas mit Alu arbeiten zu können. Ein Schelm, wer jetzt böses denkt… – wieso muss ich gerade an den Spruch: “Kann ich zu meinem Salz noch etwas Pommes bekommen?” denken?

Das iPad kann all das, was das iPhone auch kann, sogar weniger und das iPad hat all das, was das iPhone auch hat, sogar weniger. Das iPad ist einfach… größer.

Was kann das iPad denn? Was zeigte Apple den neugierigen Nutzern? Nun, mit dem hauseigenen Betriebssystemn im Internet surfen, Fotos/Videos gucken, Bücher (eBooks) lesen, Texte/Mails schreiben, Präsentationen erstellen und Spiele spielen/Programme öffnen, mit all den bereits bekannten iPhone-Apps. Das war’s. – Multi-Tasking? Nein! – Flash? Nein! – Telefonieren? Nein! – Kamera? Nein! – 3G Nutzung? Nur mit Aufpreis! – iPod für unterwegs? Das will ich sehen!

Natürlich wurde zum Abschluss, Apple-Typisch, ein “Overview-Video” gezeigt, um all das “Gequatsche” in eine Kurzform zu bringen. Warum denn nicht gleich so? Auffällig dabei ist, der immer und immer wieder angewandte und sehr beschränkte (und übertrieben betonte) Wortschatz der Apple Kollegen: “Awesome, Incredible, Unbelievable, Great” – sagt bloß, dies kommt euch bekannt vor?


Nun, das war’s aber auch schon. Keine neuen Infos zum iPhone, keine neuen Infos zu OSX, kein “One More Thing” (etwa: Einen hab ich noch!/Da wäre noch etwas…). Was war da los, lieber Steve? Die Keynote wirke wenig durchdacht, wenig spektakulär. Und warum? Weil das iPad wenig durchacht und wenig spektakulär ist.
Ich bin normalerweise ein wahrhaftiger Apple-Liebhaber. Alles erstelle/erschaffe ich auf Mac-Systemen. Windows ist für mich nur ein “Notfallobjekt”. Umso größer ist meine Enttäuschung über diese neue “Innovation”. Warum zum Henker wird solch ein Produkt auf den Markt geworfen? Das iPad scheint eine reine “Daddelkiste” zu sein, oder anders ausgedrückt, es ist ein Gerät für Menschen, die weder Laptop noch Desktoprechner benötigen und sich keineswegs um irgendwelche Software oder technischen Details kümmern (wollen).

Doch, macht es Sinn? Das iPad ist Softwaretechnisch auf die im App-Store angebotenen Programme/Spiele angewiesen. Auch wenn es das SDK speziell für iPad nun gibt, wie komplex und nützlich können Programme auf dem iPad sein? Wirklich “komfortabel” ist die Bedieung des iPads nicht. Zum schieben von Fotos, zum Spulen von Videos natürlich. Aber längere Texte schreiben? Professionelle Formulare/Tabellen etc.?

Man könnte theoretisch noch weiter darüber sinnieren, diskutieren. Jedoch scheint Apple im Endeffekt hier ein Produkt geschaffen zu haben, welches kein “Must-Have” ist. Potentielle Kunden sind entweder Anwender, die sonst absolut keinen Bezug zur Technik haben oder Anwender, die einfach nur ein Prestige-Objekt benötigen – dringend!

Video via engadget.com

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