Stopp der Bildungsmisere

Max 18. November 2009 0
Foto: dpa

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Überall im Land haben sich Studierende zu Protestaktionen zusammen geschlossen. Sie demonstrieren für eine bessere Bildungspolitik, für ein Mehr an Bildung, für freie Bildung.  Sie kritisieren, dass der Staat Banken mit Milliardenkrediten unterstütze und dann die Bildung vernachlässige. Und dabei ist Bildung doch das wichtigste Gut einer Gesellschaft, doch dafür scheint nach der Finanzkrise nun kein Geld mehr übrig zu sein.

Deshalb gehen nun wieder Tausende von Studenten auf die Straße, um ihren Unmut Luft zu machen. Sie sind verärgert über fehlende Investitionen in Bildung, über den Bologna-Prozess, über Studiengebühren und über fehlende Selbstbestimmung im Studium. Bachelor- Studenten tragen ja nicht seit neuesten den Ruf von Fachidioten und auch darum geht es. Es soll wieder Bildung vermittelt werden und nicht nur auf Leistung geschaut, von der es immer unmöglicher wird, sie noch zu erbringen. Ihre Kritik richtet sich damit auch an unsere Leistungsgesellschaft.

Nachdem bereits im Juni 270.000 Schüler, Studierende, Auszubildende und viele weitere Unterstützer auf die Straße gegangen waren, startete nun mit dem bundesweiten Aktionstag am Dienstag die nächste Protestoffensive.  Mit dabei waren über 85.000 Studenten in allen großen deutschen Universitätsstädten. Sie verschafften sich durch Demos in den Städten Gehör und nahmen Universitäten durch Besetzungen von Hörsälen in Beschlag.  Unterstützt wurden Studierende dabei von Schülern,  Auszubildenden und zahlreichen weiteren Unterstützern. Sie alle demonstrierten für selbstbestimmtes Lernen und Leben. Statt starrem Zeitrahmen und Leistungs- sowie Konkurrenzdruck zu unterliegen,  forderten sie den freien Bildungszugang für alle und die Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studien-, Ausbildungs- und Kita-Gebühren. Insbesondere setzten sich die Demonstrierenden für die Demokratisierung des Bildungssystems, die Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung der Lernenden in allen Bildungseinrichtungen und die öffentliche Ausfinanzierung des Bildungssystems ein.

Durch ihre Aktionen signalisieren sie, dass Bildung jeden etwas angeht und dass es sich lohnt für diesen Wert zu kämpfen.


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  1. Thomas 19. November 2009 um 00:37 - Reply

    Vielen Dank für diesen Artikel! Hat so gut wie alles auf den Punkt gebracht!

    LG Thomas

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