Wie sagt man so schön: Sex sells… oder vielleicht inzwischen nicht mehr? Playboy-Baron und Sex-Revolutionist Hugh Hefner sucht nach Käufern für sein Lebenswerk PLAYBOY – positiv dabei: Interessenten sitzen sabbernd mit ihren Lätzchen vor seiner Tür!
Wer kennt die beiden denn nicht? Wie, die “beiden”? Na, den PLAYBOY und den Papa, Hugh Hefner. Also, wer kennt sie nicht? Richtig, so gut wie jeder Mensch, der nicht auf dem Mond lebt, kann mit dem Begriff PLAYBOY oder dem Namen Hugh Hefner etwas anfangen. Das heißt: PLAYBOY ist, seit 1953, eine Marke. Er steht für Qualität, für niveauvolle Erotik, für Männer, die gerne exotischere Akt-Bilder sehen möchten, als Kenn-Ich-Alles-Schon-Hardcore-Firlefanz-Schnick-Schnack-Schmuddel-Pornos aus dem Internet. Aber auch anspruchsvolle Short-Stories und Interviews dürfen hier stets aufs Neue entdeckt werden.
Umso erschütternder ist die Nachricht, dass der PLAYBOY mit etwa 300 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa 201 Millionen Euro) in der Kreide stehen soll. Hat der “Pyjama-Pascha” Hugh Hefner (83) etwa zu viel mit seinen Bunnies gefeiert? Oder haben ihn die Bunnies gar ausgenutzt? Hat Peter Zwegat schlampig gearbeitet?
Oder war Hefners “Villa” doch etwas zu groß geraten? 29 Zimmer, Weinkeller, Zoo, Voliere und jene berüchtigte Jacuzzi-”Grotte” – jeder kann sich für 100 Dollar im Jahr Zutritt in die “Villa” erkaufen.
Letztes Jahr, 2008, hieß es noch aus Hefners Munde: “Sollte ich verkaufen müssen, wäre mein Leben zu Ende.” – Doch inzwischen sieht er die Situation etwas anders: “Ich bin nicht mehr 30! Ich muss über den Fortbestand des Magazins nachdenken.”, kluger Gedanke, reine Geldmacherei oder pure Verzweiflung? Schwierig!
Der SPIEGEL-Online schrieb dazu:
Ein Managementwechsel kann dem “Playboy” nur guttun. Gerade erst kappte das Magazin seine Garantieauflage für Anzeigenkunden von 2,6 auf 1,5 Millionen Exemplare – ein Bruchteil der sieben Millionen, die es zu seiner Blütezeit Anfang der siebziger Jahre hatte. Alle Versuche, Anschluss zu halten, schlugen bisher fehl, ob mit Pay-TV, DVDs, digitalem Content oder “Playboy”-Nightclubs. Hefners Tochter Christie, die den Verlag seit 1982 geführt hatte, ging Ende des vergangenen Jahres.
Immerhin, trotz seines hohen Alters, hat Hugh Hefner die Vorzüge und den Spaß am modernen Internetleben entdeckt – er twittert (zu finden unter http://twitter.com/hughhefner)! Seine drei neuen Freundinnen haben es ihm beigebracht – Crystal, 23 Jahre, und die Zwillinge Kristina und Karissa, 20. Seitdem twittert er über sein Leben als Playboy-Pascha, wie etwa: “Bastele an meinem Sammelalbum”, “Spiele ‘Uno’ mit den Playmates”, “Crystal gewann beim Domino”.
Hoffentlich müssen wir demnächst nicht auch so solche Tweets (Twitter-Nachrichten) von Hugh Hefner lesen: “Komme gerade mit Crystal in der Mansion”, denn, wie hieß es zu beginn? Sex sells!








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