Doch nicht nur Deutschland an sich wurde halbiert. Auch unsere (heutige) Hauptstadt Berlin war zu DDR Zeiten ein Kuchen aus zwei Hälften, wobei eine nach russischem Zupfkuchen und die andere nach klebrigen Brownies mit Fish & Chips auf Baguette schmeckte. – Alexander Böhm
Eigentlich müsste man den Artikel einleiten mit: “Hach, wir erinnern uns doch gerne zurück…”, doch in meinem Falle muss ich zugeben, ich war zu dieser Zeit noch etwas jung und muss mich selbst auch auf Erzählungen bzw. gedruckte Texte und Bilder “beschränken”. Dennoch, der 09.11.1989 war ein Tag wie kein Anderer. Es war ein sehr wichtiger Tag, wenn nicht so gar mit einer der wichtigsten in der deutschen Geschichte. Am besagten Tage fiel die Berliner Mauer – und das nicht, weil David Hasselhoff “I’ve beek looking for freedom” auf der Mauer sang, sondern, weil der gute Herr Schabowski an diesem Abend verkündete, dass die Grenzen bzw, die Einreise in die BRD/die Ausreise aus der DDR nun anstandslos genehmigt ist – für jeden einzelnen Bürger. Ich höre schon Stimmen laut werden: “Na na na! Das ist aber nicht alles!”, natürlich ist es das nicht, aber alle Einzelheiten hier aufzuführen, macht keinen Sinn, dafür gibt es entsprechende Bücher bzw. Inet-Seiten zum Nachschlagen (mein Tipp: lieber ein gutes gedrucktes und gebundenes Lexikon – mit richtigen Seiten zum Blättern!).
Für alle, die mit den Begriffen “Mauerfall” oder “DDR” oder auch “BRD” nichts anfangen können, hier eine kleine Gedächtnisstütze:
Das untere Bild zeigt prima die Grenze, die zwischen den beiden “Teilen Deutschlands” (BRD und DDR) verlief und diese auch dementsprechend separierte.

Gut zu wissen:
Die Deutsche Demokratische Republik wurde am 7. Oktober 1949, fünf Monate nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland, durch die von der Sowjetunion eingesetzte Regierung als „sozialistischer Arbeiter- und Bauernstaat“ proklamiert. In politischer Hinsicht wurde von Beginn an eine Parteidiktatur der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) errichtet. - wikipedia.de
Doch nicht nur Deutschland an sich wurde halbiert. Auch unsere (heutige) Hauptstadt Berlin war zu DDR Zeiten ein Kuchen aus zwei Hälften, wobei eine nach russischem Zupfkuchen und die andere nach klebrigen Brownies mit Fish and Chips auf Baguette schmeckte.
Diese Abwanderung wurde für die DDR wirtschaftlich bedrohlich, da überdurchschnittlich viele junge und gut ausgebildete Menschen den Staat verließen, obwohl „Republikflucht“ strafbar war. Geflüchtet wurde in erster Linie über Berlin, wo die Sektorengrenze zwischen West- und Ost-Berlin kaum zu kontrollieren war, im Gegensatz zur schon seit 1952 scharf bewachten innerdeutschen Grenze der DDR zur Bundesrepublik. In der Nacht vom 12. auf den 13. August begannen Volksarmisten, Volkspolizisten und Angehörige der Kampfgruppen der DDR, die Grenze rings um West-Berlin mit Stacheldraht und bewaffneten Kräften „gen Osten“ abzusichern. Alle Verkehrswege, wie der U- und S-Bahn-Betrieb, wurden unterbrochen. Seit dem 13. August 1961 wurde die Grenze durch Sperranlagen, Minensperren, Selbstschussanlagen und gezielt schießende Grenzsoldaten noch umfassender gesichert und die Berliner Mauer gebaut, die zum Symbol der Teilung Deutschlands und Europas wurde. Bei dem Versuch, dieses von der DDR als „antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnete Sperrsystem zu überwinden, wurden mehrere hundert Flüchtlinge (in der offiziellen DDR-Sprachregelung „Grenzverletzer“) an der innerdeutschen Grenze getötet. Die durch die DDR verübten Menschenrechtsverletzungen, darunter die an der innerdeutschen Grenze, wurden in der Bundesrepublik Deutschland von der eigens eingerichteten Zentralen Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen in Salzgitter dokumentiert. – wikipedia.de

Gut zu wissen:
Die Berliner Mauer, in der DDR auch als „befestigte Staatsgrenze“ oder (propagandistisch) als „antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnet, war während der Teilung Deutschlands mehr als 28 Jahre Teilstück einer 1378 Kilometer langen innerdeutschen Grenze zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland. Die Berliner Mauer war damit ein Bestandteil und gleichzeitig eines der berühmtesten Symbole für den Konflikt zwischen den Westmächten unter Führung der USA und dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion, zwischen denen ein Kalter Krieg herrschte. Vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 trennte sie innerhalb der Viersektorenstadt Berlin Berlin (West) von Ost-Berlin und dem Gebiet der DDR, das ganz Berlin umgab. Seitens der DDR war das Übertreten der Grenze verboten, denDDR-Grenzsoldaten war in solchen Fällen das Schießen befohlen. Bei den Versuchen, die 167,8 Kilometer langen und schwer bewachten Grenzanlagen in Richtung West-Berlin zu überwinden, wurden nach derzeitigem Forschungsstand zwischen 136 und 206 Menschen getötet. Die genaue Zahl der Todesopfer an der Berliner Mauer ist nicht bekannt. – wikipedia.de
Trotz allen Bedenken, dass die Öffnung der Grenzen ein Gerücht sein könnte, war in den späten Abendstunden des 09.11.1989 alle glücklich und euphorisch. Sie waren alle samt im Freudentaumel und wollten nie mehr zurück gelassen werden. Nie mehr. Und hoffen wir gemeinsam, dass solche Dinge bei uns in der Form nie mehr vorkommen werden. Nie mehr.







Das Gefühl jener Zeit, als die Mauer gebaut wurde und Europa in Sektoren der Russen, Engländer und Amerikaner eingeteilt war, gibt der Film ‘der dritte Mann’ wieder. Zwar nicht von der Stadt Berlin, sondern von Wien, aber damals wars überall so.
“Der dritte Mann”? Ohja, ein echter “geheimer Film-Tipp”, lohnt sich!